Der Weissenstein-Wasserfallen-Weg (Regionaler Wanderweg Nr. 94) führt von Solothurn nach Liestal. Man kann ihn auch sehr gut in einzelnen Etappen begehen (insgesamt 4 Etappen)

Der Weissenstein-Wasserfallen-Weg ist gut beschrieben auf www.wanderland.ch. Die dort aufgeführten Zeitangaben sind eher grosszügig. Es lohnt sich in jedem Fall, die Karten der einzelnen Etappen auszudrucken (am besten 1:50’000, siehe Detailseiten auf „wanderland.ch“). Der Weg ist in der Regel gut ausgeschildert, aber es gibt immer wieder Orte, wo man nicht ganz sicher ist. Es gibt zudem sehr viele Wanderwege in dieser Region – ohne Karte hat man das Risiko, den falschen zu erwischen. Eine gute Wanderausrüstung ist insbesondere für die ersten drei Etappen sehr empfehlenswert.

Einige Fotos gibt es hier.

1. Etappe: Solothurn – Welschenrohr

Sehr schön und romantisch ist die am Ortsende von Solothurn gelegene Verenaschlucht – gemütlich gehts dann an der Einsiedelei vorbei bis nach Oberdorf, wo die Seilbahn auf den Weissenstein startet. Dann beginnt der rund 1 1/2 stündige aber nicht sonderlich interessante Aufstieg auf den Weissenstein. Zuviele Leute, die dank der Bahn locker oben angelangt sind, verderben mir den Spass und ich nehme den Abstieg nach Welschenrohr unter die Füsse. Insgesamt bin ich von dieser Etappe eher enttäuscht.

2. Etappe: Welschenrohr – Passwang

Man sollte die Wanderung nicht in Welschenrohr, sondern unbedingt bei der Busstation Wolfsschlucht beginnen. Die Wolfsschlucht ist extrem spannend und eine Welt für sich. Ein Aufstieg am frühmorgens – traumhaft. Einmal oben angelangt geht es dann ohne grosse Anstrenungen weiter über den Scheltenpass nach Passwang. Achtung: Busse fahren nur wenige Male am Tag – also unbedingt den Fahrplan konsultieren. Wartezeiten kann man mit einem kurzen Abstieg im Restaurant Alpenblick verbringen, wo es auch eine Bushaltestelle hat. Die Wanderung kann ich sehr empfehlen.

3. Etappe: Passwang – Reigoldswil

Wer über Oehnsingen anreist, muss dort aufpassen: Bei hohem Verkehrsaufkommen startet der Bus nicht dort (auch wenn im Fahrplan aufgeführt) – man muss das Bähnchen bis Balstal nehmen und dort umsteigen. Eine leicht zu übersehende Tafel weist darauf hin.
Von der Busstation Passwang gehts auf Fahrsträsschen hinauf bis zum Gratweg. Die Aussicht wird immer interessanter und der Gratweg bildet wohl den Höhepunkt dieser Wanderung. Dann geht es hinunter zur Bahnstation Wasserfallen und von dort dem Fahrweg entlang nach Reigoldswil. Der Wanderweg ist zugleich auch ein Trottinetweg. Mir ist zwar keines begegnet aber an Wochenende kann es sicher zu Begegnungen führen, die beiderseits entsprechende Rücksicht verlangen. Auch diese Wanderung ist empfehlenswert.

4. Etappe: Reigoldswil – Liestal

In einem lockeren Auf und Ab gehts von Reigoldswil über nach Bubendorf. Man kann diese schöne und gemütliche Wanderung auch dort schon beenden oder dann noch gut eine Stunde weiter nach Liestal laufen. Vor dem Schloss Wildenstein aufpassen, dass man den richtigen Weg erwischt.